Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 01 Dezember 2025
1. Anbieter, Geltungsbereich, Zielgruppe
1.1 Anbieter dieser AGB ist:
Tim Hofmann
Performetric
Alte Schulhöfe 8, 35423 Lich, Deutschland
E-Mail: info@performetric.de
USt-IdNr.: DE450443167
1.2 Diese AGB gelten für alle Verträge über Dienstleistungen aus den Bereichen Online-Marketing, Performance-Marketing, Werbeanzeigen (insb. Meta/Facebook/Instagram, ggf. Google u. a.), Funnel-/Landingpage-Leistungen, Tracking/Analytics, technische Setups, Automationen sowie damit verbundene Beratungs- und Umsetzungsleistungen (zusammen „Leistungen“), die zwischen dem Anbieter und dem Kunden geschlossen werden.
1.3 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (B2B). Verbraucher (§ 13 BGB) sind ausgeschlossen. Der Kunde bestätigt bei Vertragsschluss, als Unternehmer zu handeln.
1.4 Abweichende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
1.5 Individuelle Vereinbarungen (z. B. Angebot/Leistungsbeschreibung, Zusatzvereinbarungen) haben Vorrang vor diesen AGB, soweit sie im Widerspruch stehen.
2. Vertragsgegenstand, Leistungsart, Leistungsumfang
2.1 Der Anbieter erbringt Leistungen als Dienstleistungen im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Ein konkreter wirtschaftlicher Erfolg (z. B. bestimmte Lead-Zahlen, Umsätze, ROAS, Abschlüsse, Bewerbungen) wird nicht geschuldet, sofern nicht ausdrücklich und in Textform etwas anderes vereinbart ist.
2.2 Der konkrete Leistungsumfang (z. B. Kanäle, Kampagnenumfang, Setup-Inhalte, Tracking-Umfang, Landingpages/Funnels, Automationen, Tooling, Laufzeiten, Budgetempfehlungen, ggf. Zusatzleistungen) ergibt sich ausschließlich aus dem jeweiligen Angebot/Leistungsblatt bzw. einer Individualvereinbarung.
2.3 Der Anbieter ist berechtigt, den Leistungsinhalt im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs nach fachlichem Ermessen zu bestimmen, soweit dies zur sachgerechten Leistungserbringung erforderlich ist und keine ausdrücklichen Vereinbarungen entgegenstehen.
2.4 Sofern im Einzelfall Werkleistungen (z. B. konkrete Erstellung einer Landingpage mit fest definiertem Abnahmekriterium) vereinbart werden, gelten diese als solche nur, wenn dies im Angebot/Leistungsblatt klar als Werkleistung bezeichnet ist. Im Übrigen bleibt es bei Dienstleistungen.
2.5 Änderungen/Erweiterungen, die über den vereinbarten Leistungsumfang hinausgehen, werden gesondert vergütet oder nach Aufwand abgerechnet, sofern nicht anders vereinbart.
3. Vertragsschluss, Kommunikationsform
3.1 Die Darstellung von Leistungen auf Webseiten, in Werbeanzeigen, Social-Media oder Präsentationen stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Anfrage.
3.2 Der Anbieter übermittelt dem Kunden ein Angebot typischerweise per E-Mail (oder vergleichbar). Der Vertrag kommt zustande durch:
(a) Annahme über den Annahme-Link (z. B. „Angebot annehmen“/digitale Bestätigung), oder
(b) Annahme in Textform (z. B. E-Mail), oder
(c) unterzeichnete Annahme (z. B. PDF/Signatur), sofern angeboten.
3.3 Maßgeblich für Inhalt und Vergütung sind das angenommene Angebot/Leistungsblatt sowie diese AGB.
4. Mitwirkungspflichten des Kunden
4.1 Der Kunde verpflichtet sich, alle zur Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte, Zugänge und Freigaben vollständig, richtig und rechtzeitig bereitzustellen. Hierzu gehören insbesondere (soweit einschlägig):
Onboarding-Angaben (Zielgruppe, Angebot, Positionierung, USPs, Ausschlüsse)
Zugang/Einladung zu Werbekonten (z. B. Meta Business/Ads Manager)
Zugriff auf Website/Domain/Tag-Manager/Analytics/CRM (soweit vereinbart)
Bereitstellung von Markenmaterial (Logos, CI-Guides), ggf. Bild/Video-Material
Freigaben für Anzeigeninhalte, Landingpages, Tracking-Einbindungen
4.2 Erbringt der Kunde erforderliche Mitwirkungshandlungen nicht oder verspätet, kann sich der Anbieter hierdurch entstehende Verzögerungen und Mehraufwände vorbehalten. Leistungsfristen verschieben sich angemessen. Der Vergütungsanspruch bleibt unberührt, soweit die Verzögerung aus der Sphäre des Kunden stammt.
4.3 Der Anbieter kann zur Vermeidung von Stillstand angemessene Freigabe-Fristen setzen. Erfolgt innerhalb einer gesetzten Frist keine Rückmeldung, ist der Anbieter berechtigt, nach fachlichem Ermessen fortzufahren, soweit dies zur Durchführung der Kampagnen üblich und zumutbar ist. Der Kunde kann Kampagnen jederzeit über die Plattform-Möglichkeiten (z. B. Pausieren) oder durch Weisung in Textform beeinflussen; bereits verursachte Kosten (insb. Werbebudget) bleiben davon unberührt.
5. Inhalte, Rechtmäßigkeit, keine Rechtsberatung
5.1 Der Kunde ist allein verantwortlich für die rechtliche Zulässigkeit seines Angebots, seiner Werbeaussagen (Claims), seiner Inhalte (Texte, Bilder, Videos, Testimonials), seiner Branchenpflichten sowie seiner Website-Inhalte (Impressum/Datenschutz/Einwilligungen).
5.2 Der Anbieter erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung und schuldet keine rechtliche Prüfung, insbesondere nicht zu:
Wettbewerbsrecht (UWG), Preisangaben, Pflichtinformationen
Marken-/Urheber-/Persönlichkeitsrechten
Datenschutzrecht (DSGVO/TTDSG), Einwilligungen (Cookie/Tracking), Newsletter-Recht
Branchen- oder Heilmittelwerbe-/Spezialvorschriften (falls relevant)
5.3 Der Kunde sichert zu, dass alle vom Kunden bereitgestellten Inhalte und Weisungen keine Rechte Dritter verletzen und mit geltendem Recht vereinbar sind. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei (siehe Ziffer 15).
6. Werbeplattformen, Budgets, Accounts, Sperrungen
6.1 Der Kunde trägt die Verantwortung für das Werbebudget (Ad Spend). Sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, werden Werbekosten direkt zwischen dem Kunden und der jeweiligen Werbeplattform (z. B. Meta, Google) abgerechnet. Der Anbieter ist nicht Vertragspartner der Plattform und schuldet keine bestimmte Plattform-Freigabe.
6.2 Plattformen können Kampagnen, Anzeigen, Werbekonten, Business-Konten oder Seiten ohne Angabe von Gründen einschränken oder sperren. Der Anbieter hat darauf regelmäßig keinen Einfluss. In solchen Fällen bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters bestehen, soweit die Leistungserbringung nicht ausschließlich vom Anbieter zu vertreten ist.
6.3 Tracking-Daten, Attribution und Reportings basieren häufig auf Daten Dritter (Plattformen, Browser, Consent-Tools). Abweichungen, Messlücken oder Änderungen (z. B. iOS-Restriktionen, Cookie-Blocking) können auftreten. Der Anbieter schuldet keine vollständige Messgenauigkeit.
7. Kundenportal, Tools und Drittanbieter
7.1 Der Anbieter kann dem Kunden Zugriff auf ein Kundenportal bereitstellen (z. B. für Onboarding, Freigaben, Einsicht in Kampagnen/KPIs). Das Kundenportal kann ganz oder teilweise durch Drittanbieter-Systeme betrieben werden.
7.2 Das Kundenportal ist ein Hilfsmittel zur Zusammenarbeit. Der Anbieter schuldet keine bestimmte Verfügbarkeit/Fehlerfreiheit des Portals, soweit Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. Drittanbieter-Ausfälle, Wartungen, höhere Gewalt). Wesentliche Einschränkungen werden – soweit möglich – in angemessener Zeit kommuniziert.
7.3 Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten vertraulich zu behandeln, angemessene Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten und Zugänge nicht an unberechtigte Dritte weiterzugeben.
7.4 Soweit zusätzliche Tools eingesetzt werden (z. B. Tracking-Tools, CRM, Automations-Tools, Landingpage-Builder), trägt der Kunde – sofern nicht anders vereinbart – die Tool-Kosten und stellt die erforderlichen Lizenzen bereit.
8. Einsatz von KI-Technologien
8.1 Der Anbieter ist berechtigt, im Rahmen der Leistungserbringung KI-gestützte Tools (z. B. für Text-, Bild-, Video- oder Analyse-Zwecke) einzusetzen, soweit dies zur effizienten Erstellung/Optimierung von Kampagnen und Inhalten dient.
8.2 KI-generierte Ergebnisse können in der Regel durch eine natürliche Person geprüft, angepasst oder kuratiert werden; ein Anspruch auf eine bestimmte Prüf- oder Bearbeitungstiefe besteht nur, soweit dies im Angebot ausdrücklich vereinbart ist.
8.3 Der Anbieter wird keine erkennbar sensiblen oder streng vertraulichen Kundeninformationen in KI-Tools eingeben, sofern dies nicht zur Leistungserbringung erforderlich ist oder der Kunde hierfür eine Freigabe erteilt hat. Der Kunde ist gehalten, besonders schützenswerte Informationen entsprechend zu kennzeichnen.
9. Vergütung, Setup-Gebühr, Fälligkeit
9.1 Die Vergütung ergibt sich aus dem Angebot/Leistungsblatt. Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
9.2 Soweit vereinbart, fällt eine einmalige Setup-/Einrichtungsgebühr an (z. B. 300 EUR netto; maßgeblich ist das Angebot). Diese wird mit Vertragsschluss bzw. Rechnungsstellung fällig.
9.3 Die laufende Vergütung wird monatlich im Voraus in Rechnung gestellt. Rechnungen sind – sofern im Angebot nicht anders geregelt – sofort fällig, spätestens innerhalb von 7 Kalendertagen nach Rechnungsdatum zu zahlen.
9.4 Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen erst nach Zahlungseingang zu beginnen bzw. fortzusetzen, soweit dies im Angebot vorgesehen ist oder die Vorleistungspflicht vereinbart ist.
10. Zahlungsverzug, Leistungsaussetzung
10.1 Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen, insbesondere Verzugszinsen nach § 288 BGB (im B2B-Verkehr derzeit 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz) sowie eine Verzugspauschale nach § 288 Abs. 5 BGB, soweit anwendbar.
10.2 Der Anbieter ist berechtigt, bei Zahlungsverzug Leistungen auszusetzen, bis sämtliche fälligen Beträge ausgeglichen sind. Hierdurch entstehende Verzögerungen gehen nicht zulasten des Anbieters.
10.3 Weitere Rechte, insbesondere außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund sowie Schadensersatz nach gesetzlichen Vorschriften, bleiben unberührt.
11. Laufzeit, Verlängerung, Kündigung
11.1 Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von drei (3) Monaten, sofern im Angebot nicht abweichend geregelt.
11.2 Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen (1) Monat, wenn er nicht mit einer Frist von vierzehn (14) Tagen zum Ende der jeweiligen Vertrags-/Abrechnungsperiode gekündigt wird.
11.3 Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).
11.4 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
12. Nutzungsrechte an Arbeitsergebnissen
12.1 Soweit im Rahmen der Leistungserbringung urheberrechtlich relevante Arbeitsergebnisse entstehen (z. B. Texte, Creatives, Layouts, Funnel-Strukturen), räumt der Anbieter dem Kunden – nach vollständiger Zahlung – ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht ein, beschränkt auf die Dauer der Vertragslaufzeit, sofern im Angebot nichts Abweichendes geregelt ist.
12.2 Eine Nutzung über die Vertragslaufzeit hinaus, die Weitergabe an Dritte oder Bearbeitung/Weiterverwertung (z. B. durch andere Agenturen) ist nur mit vorheriger Zustimmung in Textform oder einer gesonderten Vereinbarung zulässig.
12.3 Nicht übertragen werden Rechte an vorbestehenden Konzepten, Templates, Methoden, Systemlogiken, internen Skripten, Prozess-Know-how und generischen Bestandteilen, die nicht exklusiv für den Kunden erstellt wurden.
13. Referenznennung, Case Studies, Screenshots
13.1 Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, die Zusammenarbeit zu Referenz- und Marketingzwecken in angemessener Weise darzustellen, insbesondere durch:
Nennung des Firmennamens/der Marke
Nutzung des Logos
Beschreibung der erbrachten Leistungen (z. B. „Performance-Marketing, Funnel, Tracking“)
Veröffentlichung von Fallstudien (Case Studies)
13.2 Der Anbieter darf hierzu auch Screenshots aus Anzeigen, Creatives, Kampagnenstrukturen oder KPI-Ansichten verwenden, sofern dabei keine Geschäfts-/Betriebsgeheimnisse oder sensiblen Informationen des Kunden offengelegt werden (z. B. konkrete Umsatzzahlen, interne Kalkulationen, Kundendaten). Der Anbieter wird solche Inhalte ggf. anonymisieren oder schwärzen.
13.3 Der Kunde kann diese Einräumung aus wichtigem Grund in Textform widerrufen (z. B. bei nachvollziehbaren Geheimhaltungsinteressen oder Reputationsrisiken). Der Anbieter wird berechtigte Interessen des Kunden angemessen berücksichtigen; bereits veröffentlichte Inhalte müssen nur entfernt werden, soweit dies zumutbar ist.
14. Vertraulichkeit
14.1 Beide Parteien verpflichten sich, alle nicht offenkundigen Informationen, die im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt werden, vertraulich zu behandeln und nur zur Vertragsdurchführung zu verwenden.
14.2 Die Vertraulichkeitspflicht gilt auch nach Vertragsende fort. Ausgenommen sind Informationen, die nachweislich bereits bekannt waren, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder öffentlich ohne Vertragsverletzung wurden.
15. Haftung, Haftungsbegrenzung, Freistellung
15.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und bei zwingender gesetzlicher Haftung (z. B. Produkthaftung – soweit einschlägig).
15.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
15.3 Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist ausgeschlossen, soweit zulässig.
15.4 Der Anbieter haftet nicht für:
Sperrungen/Einschränkungen von Werbekonten, Seiten, Plattformen oder Richtlinien-/Algorithmusänderungen
Ausfälle/Fehler von Drittanbieter-Tools oder Plattformen
fehlende/abweichende Tracking-Messungen, Attribution-Abweichungen, Consent-bedingte Messlücken
wirtschaftlichen Erfolg der Kampagnen (kein Erfolg geschuldet)
15.5 Freistellung: Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei (inkl. angemessener Rechtsverteidigungskosten), die gegen den Anbieter wegen (i) rechtswidriger Inhalte/Weisungen des Kunden, (ii) Verletzung von Rechten Dritter, (iii) Datenschutz-/Einwilligungsverstößen oder (iv) wettbewerbsrechtlicher Verstöße im Verantwortungsbereich des Kunden geltend gemacht werden.
16. Datenschutz, Auftragsverarbeitung (AVV)
16.1 Die Parteien beachten die jeweils geltenden Datenschutzvorschriften (insb. DSGVO).
16.2 Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet und eine Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO vorliegt, schließen die Parteien vor Beginn der entsprechenden Verarbeitung einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Der Anbieter kann hierfür ein Muster bereitstellen.
16.3 Der Kunde bleibt Verantwortlicher für die rechtmäßige Datenerhebung (z. B. Lead-Formulare, Pixel/Tags, Consent-Management) und für die erforderlichen Informations- und Einwilligungspflichten.
17. Höhere Gewalt
17.1 Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, behördliche Maßnahmen, Streiks, Ausfälle zentraler Infrastruktur, kriegerische Ereignisse) berechtigen den Anbieter, Leistungen für die Dauer der Störung und eine angemessene Anlaufzeit zu verschieben.
17.2 Ansprüche wegen Verzögerungen aufgrund höherer Gewalt sind ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
18. Aufrechnung, Zurückbehaltungsrecht
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu und nur, soweit diese unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.
19. Änderung dieser AGB
19.1 Für Neuverträge gilt stets die bei Vertragsschluss aktuelle Fassung dieser AGB.
19.2 Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB für bestehende Vertragsverhältnisse zu ändern, sofern:
(a) ein sachlicher Grund vorliegt (z. B. Gesetzesänderungen, Rechtsprechung, technische/organisatorische Anpassungen, Änderungen bei Drittanbietern/Plattformen), und
(b) die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
19.3 Der Anbieter wird Änderungen mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitteilen. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 4 Wochen ab Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die Änderungen als angenommen.
19.4 Widerspricht der Kunde fristgerecht, gelten die bisherigen AGB weiter. Der Anbieter ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung ordentlich zu kündigen, sofern eine Fortsetzung ohne Änderung für den Anbieter unzumutbar ist; zwingende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
20. Schlussbestimmungen, anwendbares Recht, Gerichtsstand
20.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
20.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis Gießen. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
20.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Regelung gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.